Stop blaming plastics!!

Wenn man sich die Geschichte der Werkstoffe in den weltweiten Verpackungsströmen anschaut, treffen wir immer wieder auf 4 große Werkstoffgruppen. Um die Innovation der Werkstoffe etwas zu verdeutlichen, bringen wir die Geburtsstunden der Werkstoffe mal in eine zeitliche Abfolge.

  • Eisenmetalle: erstmals erwähnt im Jahr 3100 vor Christi
  • Glas: erstmals erwähnt um 1600 vor Christi
  • Papier: erstmals erwähnt um 100 vor Christi
  • Kunststoff: im anwendbaren Maßstab 1933

Wie die Zeitachse deutlich erkennen lässt, hat der Werkstoff Kunststoff eine ungemein schnelle und hohe Innovationskurve durchlaufen und bildet heute an vielen Stellen das Rückgrat für eine große Anzahl industrieller Anwendungen des täglichen Lebens.

Angefangen von Zahnfüllungen und diversen medizinischen Anwendungen, welche zu Teilen lebenserhaltend bis lebensrettend sind, über komplexe Konstruktionen im Bau- und Automotivebereich bis hin zu einer Vielzahl von Anwendungen im Lebensmittel- und Verpackungssegment bietet dieser Werkstoff einmalige Eigenschaften.

Das Recycling von Kunststoffen ermöglicht bei effizienten Erfassungsstrukturen und unter Ausschluss von extremen Verbundkunststoffen eine nahezu vollständige werkstoffliche Wiederverwertung von Kunststoffen.

Ein schönes Beispiel:

Für die Produktion von 1 kg Glas ist weniger Energieeinsatz erforderlich als für die Herstellung von 1 kg Kunststoff. Aus 1 kg Glas lassen sich aber max. drei 1L Getränkeflaschen, aus 1 kg Kunststoff dagegen 20 Flaschen mit dem gleichen Füllvolumen herstellen. Der Vergleich von Getränkeflaschen fällt eindeutig zu Gunsten des Kunststoffes aus!

Liebe Bundesregierung, werte Kunststoffgegner,

anstatt Zeit und Energie in medial fehlgeleitete Präsenz, sowie unsachliche und an vielen Stellen falsche Informationspolitik zu investieren, sollten Lösungsansätze in Deutschland geschaffen werden und nicht falsche Ursachen propagiert. Eine mittelständisch geprägte und kompetente Recyclingindustrie in Deutschland hat hier die Lösungen bereits entwickelt.

Source One spricht sich ganz klar für den Werkstoff „Kunststoff“ aus und wirbt für wirklich nachhaltige Maßnahmen, wie zum Beispiel:

  • Förderung von Eco Design Aspekten und Nachschärfung der gesetzlichen Grundlage über §21 VerpackG,
  • Unterstützung von Kunststoffaufbereitungsanlagen durch die Neuregelung EEG Umlage,
  • Überarbeitung des §16 BImSchG hin zum privilegierten Verfahren, wie zum Beispiel für die Landwirtschaft,
  • Verbot von allen Einwegartikeln, nicht nur von Kunststoffen,
  • Klare Vorgabe zu notwendigen Verpackungen und Umverpackungen,
  • Einheitliche Erfassung von Verkaufsverpackungen über Säcke, zur Reduzierung von Fehlwürfen und Fremdstoffreduzierung im Erfassungssystem für Verkaufsverpackungen in Deutschland,
  • Gesetzlich manifestierte Quoten für den Einsatz von Sekundärrohstoffen.