EU verabschiedet Verbot für Einwegkunststoffe

Die EU hat sich im Rahmen einer letzten Abstimmung endlich dazu durchgerungen Einwegartikel, wie zum Beispiel Plastikteller, Trinkhalme und andere Wegwerfprodukte aus Plastik ab 2021 zu verbieten.

So weit so gut, anstatt Produzenten im Rahmen einer ganzheitlichen Betrachtung von intelligenten Eco Design und Circular Economy Konzepten Anreize zu schaffen, um allen Einwegverpackungen einer nachhaltigen Lösung in die werkstoffliche Anwendung zuzuführen, wird sich auf den Werkstoff Kunststoff konzentriert, der im Rahmen einer Miterfassung von stoffgleichen Nichtverpackungen in einer Vielzahl von europäischen Ländern zumindest die Chance hat, in einen Recyclingprozess zu gelangen. So werden Einwegprodukte, die schon im Rahmen der Materialzusammensetzung nur noch die Chance zur thermischen Verwertung haben, nicht mal erwähnt.

Lieber Volksvertreter in Brüssel, wer nach sachkompetenter Hilfe fragt, bekommt sie auch. Verbote von Einwegverpackungen machen Sinn, jedoch sollten dann die Materialeigenschaften in Hinblick auf Recyclingfähigkeit, sowie die sachgerechte Erfassung im Vordergrund stehen. Wie soll man den Bürgern vermitteln, dass ein Kunststoffteller für den Einweggebrauch verboten wird, der auch stark verschmutzt auf Grund der technischen Eigenschaften die Möglichkeit hat, werkstofflich verwertet zu werden und der stark verschmutze Pappteller als Fehlwurf in der Papiertonne, oder in der energetischen Verwertung landet?

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